Reportage / Abschlussbericht Jochgrimm 2016

,,Ich will hier gar nicht mehr weg!"

Schon zu Beginn der 5. Klasse sehnen sich alle Schüler des Laurentianums nach der allbekannten Skifreizeit am Jochgrimm. Am 27. Januar 2016 geht es für die derzeitigen Neuner nach Norditalien.

Der Parkplatz am Sauerlandtheater in Arnsberg ist reichlich gefüllt, denn für die Stufe 9 des Laurentianums geht es nach Beladen der zwei Busse um 19.40 Uhr auf eine 13- stündige Fahrt nach Südtirol.
,,Die Fahrt war nervenaufreibend, dennoch gab es keine unerwarteten Zwischenfälle'' , berichtet eine zufriedene Schülerin nach Ankunft am Jochgrimm. Auch die Rückfahrt verlief trotz unerwarteter Gäste ohne Komplikationen, denn das Leipniz Gymnasium aus Gelsenkirchen, welches ebenfalls den Aufenthalt im ,,Schwarzhorn Hotel Corno Nero'' genießen durfte, sah sich gezwungen, sich einen Bus mit einigen Schülern des Gymnasiums aus Arnsberg zu teilen. Zurück auf der Klosterstraße waren Schüler und Lehrer dann, wie geplant, am 5. Februar um 23 Uhr.

,,Das Panorama ist atemberaubend'', schwärmen die Schüler nach ihrer Ankunft um 10.15 Uhr. Der Bezug der Zimmer und somit der erste Blick ins Innere des Hotels folgte um 11 Uhr. Auch die Begeisterung für die Zimmer und den Ausblick konnte man den Schülern anhören und ansehen. Friedlich und geordnet fand anschließend um 12 Uhr das erste Mittagessen statt.
,,Das Essen war besser als erwartet'', merkt Konrad W. aus der 9a an. Die erste Skifahrt empfanden Anfänger als äußerst anstrengend, vor allem das unwohle Gefühl, sich zum ersten Mal in Skischuhen fortzubewegen. Das warme Wetter trug zu dieser Erschöpfung bei.

Eine Pause vom Skifahren bekamen die Arnsberger beim Langlauf oder beim Besuch in Bozen am Sonntag, bei dem sie das Archäologiemuseum besichtigten und anschließend die Innenstadt erkundeten.
Nach dem eintägigen Ausflug kehrten die Schüler erneut zu ihrem Alltag zurück, welcher um 8 Uhr mit dem Frühstück begann. Darauf folgten zweieinhalb Stunden, bis zum Mittagessen um 12 Uhr, Ski fahren. Nach der Mittagspause trafen sich die Skigruppen von Herrn Nolte, Herrn Kappen, Frau Blume, Frau Marburger, Frau Niemand, Herrn Winckler, Frau Knülle und Herrn Forst, der kurzfristig für einen erkrankten Lehrer einsprang, für weitere zwei Stunden zurück auf den Pisten. Was daraufhin folgte, war das Abendessen um 18 Uhr und ein abwechslungsreiches Abendprogramm. Drei der acht Abende verbrachten die Jugendlichen mit von ihnen gewählten Projekten. Beim Geocaching mit Herrn Mense betrieben die Schüler eine moderne 'Schnitzeljagd' mithilfe von GPS-Geräten. Das Ziel war es, Rätsel anhand von Codes zu erstellen, Schätze zu verstecken und diese daraufhin zu finden. Die Reaktion des Körpers auf körperliche Anstrengung durch Schießen und anderer Tätigkeiten erforschte die Gruppe von Herrn Nolte beim Biathlon. Improvisieren und kreativ sein durfte die Gruppe von Frau Marburger, welche eigene Sketche erstellte und spielte. Frau Niemand übernahm die Gruppe der Schüler, die den Skilehrerschein machten. Wie man sich vor, während und nach dem Skifahren richtig warm macht und entspannt, lernte die Gruppe von Frau Knülle bei Ski(fahren) und Gesundheit. Skifahren und Umwelt thematisiert die Auswirkung von Skifahren auf die Umwelt und wurde von Herrn Winckler übernommen. In Herrn Kappens Gruppe schrieben die Schüler Reportagen und Berichte über die Stufenfahrt.
An zwei Abenden fanden dann Feiern statt. Zunächst lud das Leipniz Gymnasium die anderen Schulen zu ihrer eigenen Veranstaltung ein. Daraufhin organisierten die Schüler des Laurentianums das diesjährige „Schützenfest", bei dem jeder Schüler eine Rolle einnahm und sich in diese anhand von selbstgeschriebenen Gedichten und Reden hineinversetzen musste. Die anschließende Abschlussfeier am vorletzten Abend am Jochgrimm ermöglichte es den Klassen, sich untereinander besser kennenzulernen, was eine gute Vorbereitung auf die bevorstehenden Jahre war, in denen sie nicht mehr als einheitliche Klasse zusammen lernen können.

Im Rückblick auf das Ereignis berichtet Herr Winckler: „Die Fahrt war sehr erfolgreich und es gibt bis auf den wenigen Schnee keine Enttäuschungen in diesem Jahr." Auch nach Aussagen der Schüler blickt man auf diese Fahrt gerne zurück, die Gemeinschaft der Stufe untereinander ist gewachsen und viele neue Freundschaften wurden geschlossen.

(Nicole Kehl, Jasmine Lube, Mina Nadarasa, Laura Dyk, Katharina Lange, 9B)