Digitale Medien im Kunstunterricht - Einleitung

Kunst mit digitalen Medien – Eine Umsetzung im Kunstunterricht

 

Schon seit einigen Jahren wird am Gymnasium Laurentianum Kunst nicht nur mit Stift oder Pinsel gemacht, sondern auch dort hat die digitale Welt Einzug in den Unterricht gehalten. Nicht nur das Klassen- und Fachräume mit Computern und Beamern ausgestattet sind, sondern auch als künstlerisches Ausdrucksmedium steht die digitale Welt den Schülern und Schülerinnen zur Verfügung.

Nach einer grundlegenden Ausbildung der Schüler und Schülerinnen im medientechnischen Unterricht in Klasse 5 und 6, der neben Textverarbeitungsprogrammen, Präsentationsprogrammen und Tabellenkalkulationsprogrammen auch Bildverarbeitungsprogramme umfasst, wird das erworbene Wissen im Fachunterricht angewandt. Neben dem Erwerb von Fachwissen im medientechnischen Bereich werden die Schüler und Schülerinnen aber auch für Gefahren im Internet sensibilisiert und zu einem vorsichtigen Umgang mit den eigenen persönlichen Daten angeregt. In den SLZ-Stunden im Selbstlernzentrum wird auch das für Jugendliche wichtige Thema Cybermobbing behandelt.

Im Kunstunterricht werden die Computer für die digitale Bildgestaltung eingesetzt. Gearbeitet wird mit dem im Internet frei zugänglichen Programm GIMP, das allen Schülern ohne Kosten auch zu Hause zur Verfügung steht. Nach der ersten Einführung im medientechnischen Unterricht (MTG) in Bildbearbeitungsprogramme geht es in Klasse 5 los mit Kartengestaltungen, mal zu Weihnachten, mal zu Muttertag, mit flächigen Elementen und bunter Farbigkeit, passend zum Thema Farbe, welches die künstlerische Arbeit in Klasse 5 prägt. In Klasse 6 geht es graphisch weiter. Gesichter werden digital mit Schraffuren und anderen zeichnerisch-graphischen Elementen gestaltet.

In Klasse 8 wird es zunehmend schwieriger. Digitale Fotomontagen stehen auf dem Programm. Der Glockenturm beispielsweise soll in einer anderen Landschaft auftauchen und so surreal anmuten. Die digitale Umsetzung schließt sich inhaltlich an den in der Unterrichtsreihe zuvor behandelten Surrealismus, einer Kunstströmung mit starken Verfremdungen, an. So wird die digitale künstlerische Ausdrucksform in den Unterricht integriert. Und die Schüler und Schülerinnen danken es. Dem ein oder anderen liegt diese Welt näher als Pinsel und Bleistift und die Auseinandersetzung ist für alle eine Bereicherung. Die Ergebnisse sprechen für sich.

Die Fotomontage von Lisa Köpp aus der Klasse 8a zum Beispiel. Sie zeigt den Glockenturm inmitten eines Bergsees am Ende eines Steges vor atemberaubender Bergkulisse. Technisch perfekt sind die Bildelemente ausgeschnitten und neu montiert worden. Kunst am Laurentianum in digitaler Zeit! Wir freuen uns auf mehr.

 

 

Bettina Janßen