Jochgrimm
Die Jochgrimmfahrt - eine Tradition
Wie lerne ich Skifahren?
Reisebericht
Tagesablauf
Fahrt 2002
Projekttag
Die Zimmer
Freizeitaktivitäten
Eindrücke von Schülern
Fotos
Von LaVilla bis Jochgrimm - 30 Jahre Tradition
„Geschichte einer Stufenfahrt“
Die diesjährige Jochgrimmfahrt der Stufe 9 (14.01. - 24.01.2002) steht in einer 30jährigen Tradition von Skilandheimaufenthalten am Laurentianum. Es begann mit einer Klassenfahrt (Klasse 10) im Jahr 1972, geleitet vom skibegeisterten Musiklehrer der Klasse, Herrn Wahl. Als feste Institution am Laurentianum entstand daraus die Fahrt nach LaVilla (Abteital in Südtirol), die als Stufenfahrt der 10er Klassen konzipiert war. Ab 1982 wurde zuerst das Ziel (jetzt Jochgrimm in Südtirol) und etwas später auch die Stufe gewechselt (jetzt Stufe 9). Mit der Pensionierung des Gründervaters (Papa Wahl) im Jahr 1988 war die Fahrt (LaVilla - Jochgrimm) bereits so fest ins Schulleben des Laurentianums integriert, dass sich ohne grosse Probleme zwei Nachfolger fanden (Herr Dr. Wolf und Herr Forst), die tatkräftig unterstützt von einer wechselnden Gruppe engagierter Kollegen die Tradition bis heute weiterführen.
©2002 Dietmar Forst
Wie lerne ich Skifahren am Jochgrimm?
Bestimmt werden sich das viele Schüler fragen, denen die Fahrt noch bevorsteht. Auch in unserer Stufe war dieses Thema die Nr. 1 bei so manchen Unterhaltungen. Um wilden Spekulationen vorzubeugen, wird nun ein Einblick in den Skiunterricht gewährt. Die Schüler werden in 5-7 Gruppen aufgeteilt (je nach Anzahl der Schüler), die von Profi über Fortgeschrittene, fortgeschrittene Anfänger, Anfänger bis blutige Anfänger reichen. Nach dieser Einteilung wird von den Lehrern Unterricht gegeben. Während die Profis und Fortgeschrittenen (also die, die schon mal auf Skiern standen und diese auch einigermaßen beherrschen ) eine Abfahrt nach der anderen machen, werden die Anfänger zunächst auf flachem Land mit den Skiern vertraut gemacht. Wenn man sich dann so auf den Brettern halten kann, dass man nicht nach 5 Metern Fahrt auf Tuchfühlung mit dem Boden geht, werden die ersten Abfahrtsübungen vorgenommen, meistens an kleinen Hügeln. Dabei hat so mancher schon mal intensiven Ganzkörperkontakt mit dem Untergrund, denn lenken und bremsen will gelernt sein. Nach dem Erlernen der Grundkenntnisse für das Skifahren geht es dann zu den richtigen Abfahrten. Doch wer glaubt, die Abfahrt ist das Schwierigste, der hat sich getäuscht. So mancher hat schon Probleme mit dem Schlepplift, sprich er fällt raus. Hallo Eiskasse ;-) Aber so schlimm, wie es klingt, ist es nicht. Allen hat es letztendlich Spaß gemacht. Rückschläge, wie die eines Wennigloher Schülers, werden von den betreffenden Personen weggesteckt und danach wird einfach weitergemacht. Also, ihr Schüler, lasst euch nicht verrückt machen. Bei der Abfahrt vom Jochgrimm werdet ihr euch wünschen, noch eine Woche zu bleiben, oder zwei, oder drei.........
©2002 Tobias Vielhaber
Die Fahrt 2002
Wir fuhren Montag Abend um 20.00 mit zwei Bussen los. Nun stand uns eine 12-stündige Fahrt über Kassel, Würzburg, Nürnberg, München, Innsbruck und Bozen bevor, bis wir in Jochgrimm ankommen würden. Später versuchten einige zu schlafen, was jedoch sehr schwierig war. Erleichtert wurde es ihnen allerdings dadurch, dass mit „Der mit dem Wolf tanzt“ ein nicht gerade spannender Videofilm gezeigt wurde. Wir machten zwei Pausen, an der Raststätte Röhn und in Vaterstetten, die jeweils ungefähr eine halbe Stunde dauerten. Am Donnerstag, um 9:30 machten wir uns dann auf den Rückweg. Da diesmal mit „Auf der Flucht“ und „Speed“ für mehr Action gesorgt wurde, ging die Fahrt eigentlich schnell vorbei. Die meisten freuten sich auf ihr Zuhause und wären am liebsten durchgefahren.
©2002 Stephan Mitzka
Typischer Tagesablauf
| 7:30 Uhr | Aufstehen |
| 8:00 Uhr | Frühstück |
| 9:00-11:45 Uhr | Skifahren |
| 12:00 Uhr | Mittagessen |
| 14:00-16:00 Uhr | Skifahren |
| bis 18:00 Uhr | Freizeit |
| 18:00 Uhr | Abendessen |
| 19:00-20:00 Uhr | Unterricht (Skigruppe/Themen) |
| bis 22:00 Uhr | Freizeit |
| 22:30 Uhr | Bettruhe |
©2002 Holger Forst
Das „Besondere“ am Jochgrimmaufenthalt 2002
Jedes Jahr am Jochgrimm hat seine Besonderheiten, die geprägt werden durch die Schüler dieses Jahrgangs, das Begleiterteam und die Rahmenbedingungen, die die Natur für uns zu diesem Zeitpunkt bereithält. In der Vorbereitungszeit für den Aufenthalt im Januar 2002 lief alles nach den üblichen Plänen ab, wobei der Januar viele Eltern und Schüler mit Ängsten bezüglich tiefer Temperaturen, Schneestürmen und weiteren typischen Problemen des kältesten Monats im Jahr plagte. 2000m Höhe und tiefe Temperaturen bescherten uns viele Nachfragen bezüglich Kleidung, z.B. auch Kälteschutzmasken für das Gesicht. Was der Wetterbericht bereits eine Woche vorher erahnen ließ, wurde bei der Ankunft zur Gewissheit. „Schönes, sonniges Wetter“ mit Temperaturen nicht weit unter dem Gefrierpunkt, aber keinen, d.h. kaum Schnee. Seit Ende November hatte es keinen Niederschlag mehr gegeben. Schwarz- und Weißhorn waren eher braun oder grau, vom „postkartenweiß“ war nichts zu sehen. Erst in der direkten Nähe des Hotels wurden die Skipisten als leuchtende weiße Bänder in der Landschaft deutlich. Sehr schnell lernten die Schüler aber, sich mit dieser nicht erwarteten Situation zu arrangieren, bzw. lernten die Vorteile (Sonne/Wärme) zu genießen. Die Lernfortschritte waren auf dem Kunstschnee sehr groß und der Sonnenschein tat ein Übriges, die Stimmung zu heben. Auswirkungen hatte dieser sonnige und schneearme Januar aber auf das Programm des Projekttages. Zwei sehr beliebte Projekte, die Skitour für die besten Skiläufer und das Skilanglaufen wurden Opfer des Schneemangels. Wie das Ersatzprojekt „Besteigung des Weißhorns“ angekommen ist, kann unter "Besteigung des Weißhorns" nachgelesen werden.
©2002 Dietmar Forst
Projekttag
Über den Wolken...
Da am Sonntag auf der Piste Rennen gefahren wurden und es von Touristen nur so wimmelte, so dass wir nicht Skifahren konnten, wurde ein Projekttag veranstaltet. Wegen Schneemangels fielen jedoch die Langlaufprojekte ins Wasser und Wanderfans kamen voll auf ihre Kosten. Wählen konnten wir zwischen einem Ausflug ins Kloster Weißenstein (mit anschließender Rückwanderung) und der Besteigung des zweithöchsten Berges vor Ort, dem 2317 m hohen Weißhorn. Diese Tour begleiteten Herr Dr. Wolf, Herr Diener und Frau Heidenreich. Nach dem anstrengenden (weil ziemlich steilen) Aufstieg mit Kletterstück wurden alle Beteiligten mit einer phantastischen Aussicht auf Bozen und die umliegenden Berge mit ihren Skipisten belohnt. Nach einer einstündigen Pause auf dem Berggipfel machten wir uns an den kaum minderschwierigen Abstieg, der vor allem durch die Überquerung mehrerer gefrorener Bäche und Teiche erschwert wurde, so dass viele das Gesetz von der Schwerkraft am eigenen Leib erfahren mussten. (Nur gut, dass alles nach unten fällt!)
©2002 Tobias Bunte
Wanderung zum Kloster Weißenstein
Am Sonntag werden verschiedene Aktivitäten für die Schüler angeboten. Eines von diesen Angeboten ist der Besuch von Kloster Weißenstein, mit der Möglichkeit, an der Messe teilzunehmen und anschließender Wanderung über den Kreuzweg vom Kloster runter nach Leifers. Bei dieser Wanderung, bei der man 1200 Höhenmeter zurücklegt, kann man einzigartige Ausblicke auf das Tal ergattern. Bei der Wanderung selbst wird dann ein wenig von der Geschichte des Klosters und des Tals erzählt. So wurde z.B. das Kloster von einem reichen Bauern gestiftet, den Maria errettet haben soll. Der riesige Talkessel wurde in der letzten Eiszeit von den gewaltigen Eismengen ausgeschliffen, was man sehr schön an den Felswänden sehen kann. Der Abstieg gestaltet sich so schwierig, dass man ohne Skistöcke in nicht geringe Schwierigkeiten kommt, denn der Weg ist so steinig und uneben, dass man aufpassen muss, nicht hinzufallen (was sich als äußerst unangenehm erweist, denn neben einem geht es meistens mehrere hundert Meter runter). Den letzten Abschnitt des Weges begleitete uns eine Ordensschwester, die am frühen Morgen den Kreuzweg bergauf gestiegen und nach der Messe nun auf dem Heimweg war. Unseren Lehrern berichtete sie, 1950 als 12jährige erstmals aus dem Ultental nach Kloster Weißenstein zu Fuß gewallfahrtet zu sein. Die Strapazen, die man sich heute kaum noch vorstellen kann, waren bei der 12jährigen aber wohl schnell vergessen, denn die Bitte der Wallfahrt, Genesung der Mutter von schwerer Krankheit, ging in Erfüllung. Wir waren jedenfalls auch alle froh, als wir uns im Hotel von den Strapazen der Wanderung erholen konnten und endlich ein wenig Ruhe fanden.
©2002 Tobias Vielhaber
Die Zimmer
Die Zimmer im Hotel Weißhorn sind im großen und ganzen gut. Einige sind zwar etwas alt, aber die meisten sind gerade erst renoviert worden und auch die nicht renovierten sind noch in Ordnung. Jedes Zimmer hat ein eigenes Badezimmer mit WC und Dusche, sodass man sich nach dem Skifahren Duschen kann. In großen Zimmern (6er und 7er) muss man zwar mal warten, aber das muss man dann halt mit den Zimmerkollegen aushandeln. Die Zimmer haben meistens Einzelbetten und einige auch ein Hochbett. In den noch nicht renovierten Zimmern gibt es auch Doppelbetten. Zu bemängeln ist, dass man nur wenig Platz in den Schränken hat, zum Glück gibt es aber reichlich Haken in den Zimmern, sodass man seine Sachen aufhängen kann und so mit dem Platz auskommt. Alle Zimmer haben außerdem einen Tisch, den man prima mit Sachen beladen kann. Die Zimmer in der 3. Etage (Das Laurentianum hat meistens die 3. und 4. Etage) haben zum Teil einen Balkon. Alles in allem sind die Zimmer in Ordnung und außerdem verbringt man nur wenig Zeit dort.
©2002 Holger Forst
Freizeitaktivitäten
Die Freizeitgestaltung sah im Jochgrimm natürlich ganz anders aus als normal; schließlich mussten Fernseher und Computer zu Hause bleiben. Das Freizeitangebot war dennoch sehr vielfältig. Um Langeweile effektiv vorzubeugen, standen 2 Tisch-soccer, 5 Videospieleautomaten und 4 Aufenthaltsräume zur Verfügung. Darüber hinaus konnte man gegen einen Unkostenbeitrag von 8000 Lire pro halbe Stunde im Internet surfen. Ebenfalls vorhanden war ein Tischtennisraum mit 4 Tischtennisplatten, der an einem Abend auch für ein von Herrn Kappen organisiertes Turnier genutzt wurde. Da die Lehrer uns mit dem Skifahren nicht wirklich klein kriegen konnten, wurden abends häufig Discos veranstaltet, um mal so richtig abzutanzen. Zusätzlich durften wir uns (nach Abmeldung bei einem der Lehrer) in der näheren Umgebung frei bewegen. Beliebteste Freizeitbeschäftigung war jedoch das Rumhängen auf den Fluren.
©2002 Tobias Bunte
Eindrücke von Schülern
Am Anfang unser 10-tägigen Jochgrimmreise bekamen wir erst einmal einen Schock. Es lag kein Schnee. Aber zum Glück verfügt das Hotel "Schwarzhorn", in dem wir untergebracht waren, über mehrere Schneekanonen, die künstlichen Schnee herstellen. Wir waren fast alle mit unseren Zimmern zufrieden und das Essen (siehe unten) schmeckte auch fast allen gut. Einige bemängelten zwar, dass es jeden Tag Nudeln als Vorspeise gab, aber der Hunger triebs rein. Als wir zum ersten Mal auf der Piste standen, dachten die meisten, sie würden Skifahren nie lernen. Aber nach einigen Unterrichtsstunden fiel es einem immer leichter und machte allen Spaß. Im Laufe unser Jochgrimmfahrt änderte sich nichts an der Meinung zum Essen, Hotel oder Skifahren.
©2002 Stephan Mitzka
Fotos 2002

Hier geht´s zur 'Jochrimmgalerie 2009'
Falls die Galerie nicht angezeigt wird, laden sie bitte den Flashplayer herunter.