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Ein Schülerbericht über die Exkursion der Chinesisch-AG ins Land der Mitte

Die Chinesisch- AG des Gymnasiums Laurentianum ist eine Arbeitsgemeinschaft, in der Schüler und Schülerinnen ab der achten Klasse mit sprachlicher Begabung teilnehmen können. Wöchentlich trifft sich die AG nachmittags, um unter der Leitung von Frau Zheng der chinesischen Sprache und Kultur näher zu kommen. Frau Zheng kommt aus Mittelchina und hat ebenfalls Freunde und Verwandtschaft dort.


Ein Weg zum Kennenlernen der Sprache ist die praktische Ausübung durch Singen, Sprechen und Schreiben. Man lernt Vokabeln durch das Erlernen von chinesischen Liedern, Gedichten und dem Übersetzen von Dialogen auf einem eher spielerischen Weg. Außerdem bekommen die Schüler und Schülerinnen in lockerer Lernatmosphäre viele Eindrücke von der Kultur, Gesellschaft, Politik und Geschichte über das Reich der Mitte, da Frau Zheng ihre Erfahrungen und ihr Wissen an die Schüler weitergibt.
Während man bei den uns bekannten europäischen Sprachen verwandte Wörter und Grammatik feststellt, ist die Sprache des Reichs der Mitte anders und ihnen nicht ähnlich, wodurch sie nicht so leicht zu erlernen ist. Chinesisch basiert auf einem anderen Schriftsystem, bei dem es ziemlich viele Zeichen gibt. Wenn man allerdings von den vielen unterschiedlichen Zeichen absieht, ist die Grammatik nicht schwer. Es gibt keine Konjugationen, keine Deklinationen und der Satzbau entspricht stets demselben Schema.
Die kulturelle Situation in China ist anfangs ebenso wenig greifbar wie die Sprache, da die Lebensart und Kultur im westlichen Bereich ziemlich anders ist. Frau Zheng ist jedoch in jeder Stunde motiviert und sehr daran interessiert, uns viel von ihrem Wissen weiterzugeben, indem sie im Unterricht auch locker erzählt und mit uns über die Themen ins Gespräch kommt. Im Unterricht der fröhlichen Lehrerin Frau Zheng wird es mit Erfahrungen aus erster Hand spannend und spaßig.

Zu Beginn der Oberstufe kann eine kleine Gruppe von Schülerinnen und Schülern die zweiwöchige Reise nach China antreten, bei der sie die Kultur und Lebensweise im Reich der Mitte selbst erleben können. Die Gruppe von meist wenigen Schülern beschreitet dieses Erlebnis zusammen mit Frau Zheng, die Reiseziele, Orte sowie viele Leute kennt.
Der Aufenthalt ist während der ersten Woche in einem Hotel in der nördlichen Hauptstadt, besser bekannt als Beijing oder Peking. Dort sieht man viele Teile der Stadt, den Sommerpalast, die verbotene Stadt oder den Platz des himmlischen Friedens, auf chinesisch „tian'an'men", und andere Sehenswürdigkeiten. Bei der letzten Fahrt haben wir ebenfalls die Gräber des Kaisers aus der Ming Dynastie besichtigt, den Olympiapark, und andere Parks innerhalb der Stadt sowie Museen für Jade und Seide. Wir liefen auf der Chinesischen Mauer und durften die Joint-Venture-Firma der Firma A+E Keller besichtigen, bei der wir als Gäste eingeladen waren.
In der zweiten Woche lebten wir in Gastfamilien in Xi'an. Die Stadt ist ungefähr tausend Kilometer oder knapp zwei Flugstunden von Beijing entfernt. Der Aufenthalt in den Gastfamilien, das gemeinsame Essen mit ihnen verschafften uns einen Einblick in ihren Alltag. Wir besuchten in Xi'an die gemeinsame Schule unserer Gastgeschwister, wodurch wir ihren Schulalltag für einen Tag miterleben konnten. Ebenfalls besuchten wir die riesige Terrakottaarmee.

Die Kultur mit den traditionellen Gebäuden und anderer Kulinarik und Umgebung waren für uns interessant zu sehen. Die Zeit des Chinesisch-Lernens und vor allem die Fahrt nach China haben uns sehr viele Eindrücke und Erfahrungen gebracht, die uns bereichern konnten.

(Verfasst von Viola Hartmann, 2017)