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Theologie ist aktuell, und das durchaus auch beim wissenschaftlichen Nachwuchs. "Wir haben hier junge Leute, für die Theologie ein Thema ist", freute sich Rektor Professor Dr. Josef Meyer zu Schlochtern, der am dritten November drei Schülerinnen die Preise im Essay-Wettbewerb übergeben durfte, den die Theologische Fakultät Paderborn anlässlich ihres 400-jährigen Jubiläums unter Schülerinnen und Schülern ausgeschrieben hatte.

 

Den ersten Platz (500 €) belegte Christina Schmidt (17) aus Attendorn (St.-Ursula-Gymnasium Attendorn), den zweiten (300 €) Madita Ridder (18) aus Bad Driburg-Herste (Gymnasium St. Xaver, Bad Driburg) und den dritten (200 €) Magdalena Appelhans (17) aus Arnsberg (Gymnasium Laurentianum, Arnsberg).

Alle drei wählten aus den angebotenen Themen dasselbe: "Freiheit - eine Illusion? Hirnforschung und Entscheidungsfreiheit". Es sei das philosophischste der möglichen Themen, erläuterte Privatdozent Dr. Andreas Koritensky, der von Seiten der Fakultät für die Durchführung des Wettbewerbs verantwortlich war. Das sei vor allem spannend, weil sich die Perspektive im Laufe der Zeit grundlegend gewandelt habe: Galt den "alten Griechen" noch das Geistige als das, was wissenschaftlich gut fassbar und artikulierbar ist und das Körperliche als schwer fassbar, sei es heute oft genau umgekehrt. Es herrsche der Eindruck: "Was wir wissen, lehrt uns die Physik". Umso interessanter sei, wie deutlich sich die Ansätze der Preisträgerinnen unterschieden.

Diese Ansätze stellten die Autorinnen bei der Preisverleihung selbst kurz vor. Einig waren sie sich zwar, dass es nach Stand der Dinge das Beste ist, am Konzept des freien Willens festzuhalten. Während aber Magdalena Appelhans und Madita Ridder die Frage nach der Existenz des freien Willen am Ende durchaus offen ließen, positionierte Christina Schmidt sich deutlich pro Entscheidungsfreiheit: "Ich kann und will nicht glauben, dass es keinen freien Willen gibt. Sonst wäre das ganze Leben sinnlos. Es sind Geist und freier Wille, die uns ausmachen", schloss sie ihren Vortrag.

 

Magdalena Appelhans vom Gymnasium Laurentianum belegt den dritten Platz

 

"Können wir, wie wir sollen? Oder wollen wir, was wir müssen? Kritische Auseinandersetzung mit dem Zusammenhang zwischen Sünde und Hirnforschung"
Magdalena Appelhans verglich in ihrem Essay die Position eines Geistlichen und einer Psychologin zur Frage, was "Sünde" ist - und ob sie ein legitimes Konzept ist. Sie kommt zu dem Schluss, dass das Konzept durchaus trägt. Bei der Bewertung menschlicher Handlungen muss man allerdings in Rechnung stellen, dass sie von äußeren Umständen beeinflusst werden können, und nicht alle Menschen in der Lage sind, diese Einflüsse auszuschalten. Kinder etwa können sich noch nicht immer diesen Eindrücken erwehren und deswegen Fehlentscheidungen treffen, die nicht "Sünde" sind.